Auf ein Wort: Pitchen in der Event-Branche

Ein Thema über das sich, zumindest in unserem Umfeld, alle Agenturen aufregen und trotzdem das Spiel mitspielen. Warum, fragen wir uns immer wieder.

Da gibt es diese übermächtigen Kunden, die sich auch genauso verhalten. Sie schreiben ein Projekt aus – so weit so gut. Dann läuft die Maschinerie in den Agenturen an. Brainstorming, kreatives Konzept ausarbeiten, Dienstleister recherchieren und briefen, Angebote einholen – am besten gleich drei von unterschiedlichen Dienstleistern, denn diese will der Kunde im Zweifel sehen. Dann geht’s in die Nachverhandlung, um das Konzept inkl. Kosten, in einem meist sehr eng gesetztem Zeitraum, abzugeben. Dann ist geduldig warten angesagt. Wenn es gut läuft, darf man das Konzept präsentieren und wenn man dann eine Stufe weiter ist, darf man mit dem Einkauf nochmals in Verhandlung treten. Ist das geschafft: Glückwunsch, Sie haben ein Projekt gewonnen!

Wenn es nicht so gut läuft, ist man sofort raus. Für all die Arbeit und die kreative Ideen, die man investiert hat, sieht man keinen Cent. Geschweige denn ein Dankeschön. Meist kommt eine allgemeine Absage-Info aus einem Einkaufsportal. 

Angenommen, Agenturen würden so mit ihren Kunden umgehen, dann hätte man wahrscheinlich sehr schnell keine mehr. Aber warum lassen Agenturen so mit sich umspringen? Eine wirkliche Erklärung kann uns keiner geben. Meist geht es ums Überleben, ums nackte Überleben von Agenturen. 

Wir finden, es ist Zeit umzudenken. Kreative Konzeption – mit allem was dazu gehört – sollte bezahlt und wertgeschätzt werden.
Denn ganz ohne Agenturen geht es nicht.

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